Eine Hand, die durch einen Rettungsring gerettet wird

Einmal gerettet, immer gerettet? Kann man das ewige Leben wieder verlieren?

Ein weit verbreiteter Irrtum, der in den Kirchen kursiert, ist, dass wenn man einmal gerettet wurde, man auch für immer gerettet bleibt und das ewige Leben nicht mehr verlieren kann. Im Klartext: Wenn man einmal die Wahrheit erkannt und angenommen hat und dennoch gegen Gottes Willen verstößt, kommt man immer noch in Gottes Königreich. Aber ist das auch biblisch? Was sagt das Wort Gottes dazu?

Wer das ewige Leben erlangt, der lebt nicht mehr nach dem Fleische

Das erste Problem, dass sich aus dieser Lehre ergibt ist, dass es schon gar nicht der Bibel entspricht, dass man nachdem man neu geboren wurde, immer noch sündigt. Denn die nachfolgende Bibelstelle zeigt eindeutig, dass jemand, der den Geist Gottes empfangen hat, nicht mehr nach dem Fleisch lebt.

Da nun Christus am Fleische gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer am Fleische gelitten hat, der hat mit den Sünden abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleische nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit des Lebens nach heidnischem Willen zugebracht habt, indem ihr euch gehen ließet in Ausschweifungen, Lüsten, Trunksucht, Schmausereien, Zechgelagen und unerlaubtem Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlaufet in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist zu richten die Lebendigen und die Toten. Denn dazu ist auch Toten das Evangelium verkündigt worden, dass sie gerichtet werden als Menschen am Fleisch, aber Gott gemäß leben im Geist. (1. Petrus 4:1-6)

Es bleibt also noch eine weitere Möglichkeit. Diese besteht darin, dass ein Mensch das Opfer von Jesus annimmt und den Geist Gottes empfängt, sich aber dann gegen ihn wehrt und sich dazu entscheidet weiterhin nach dem Fleisch zu leben, anstatt durch den Geist die Taten des Fleisches zu töten. Paulus erklärt im nachstehenden Bibelvers, was die Konsequenz von solchem Verhalten ist.

So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleische nicht schuldig, nach dem Fleische zu leben! Denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Geschäfte des Leibes tötet, so werdet ihr leben. (Römer 8:12-13)

Wenn Paulus also sagt, dass wir nicht mehr unter dem Gesetz sondern unter Gnade sind, meint er das Leute, die gerettet wurden und sich von Gott selbst leiten lassen, kein Gesetz brauchen, weil sie nicht mehr länger Sünder sondern Heilige sind. Denn Gerechten wird kein Gesetz auferlegt, sondern Gesetzlosen.

Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch; diese widerstreben einander, so dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. (Galater 5:16-18)

Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig braucht und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Unbotmäßigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten, Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre zuwider ist. (1. Timotheus 1:8-10)

Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid. Wie nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! (Römer 6:14-15)

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was Paulus tatsächlich gelehrt hat, ließ den folgenden Artikel: Nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter Gnade – Was hat Paulus gelehrt?

Wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir gerettet wurden, bleibt kein Opfer mehr für uns übrig

Der nachstehende Bibelvers könnte eindeutiger gar nicht sein. Denn dort steht geschrieben, dass jemand, der durch das Opfer Jesu einmal gerettet wurde und sich dennoch entscheidet zu sündigen, noch härter bestraft wird, als wenn er durch das Gesetz verurteilt worden wäre. Interessant ist auch die Tatsache, dass Jesus selbst sagt, dass jede Sünde vergeben werden kann, außer die der Lästerung des Geistes, was dem nachfolgenden Wort gleich kommt. Um das noch mal klar zu stellen: Hier geht es darum, dass der Geist Gottes einem etwas aufträgt oder sagt und man dem entgegen handelt oder spricht.

Denn wenn wir freiwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, der die Widerspenstigen verzehren wird. Wenn jemand das Gesetz Moses missachtet, muss er ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben, wieviel ärgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch welches er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? Denn wir kennen den, der da sagt: „Die Rache ist mein; ich will vergelten!“ und wiederum: „Der Herr wird sein Volk richten“. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! (Hebräer 10:26-31)

Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet gegen des Menschen Sohn, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen. (Matthäus 12:31-32)

Hier sehen wir ein weitere Bibelstelle, die klar zeigt, dass das neue Leben und das Sündigen sich kategorisch ausschließen. Es wird deutlich gesagt, dass jemand, der sündigt, Jesus nicht gesehen und schon gar nicht erkannt hat, geschweige denn jemals gerettet wurde.

Wer in Ihm bleibt, sündigt nicht; wer sündigt, hat Ihn nicht gesehen und nicht erkannt. Kindlein, niemand verführe euch! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Keiner, der aus Gott geboren ist, tut Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Wer nicht Gerechtigkeit übt, der ist nicht von Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. (1. Johannes 3:6-10)


Wer einmal gerettet wurde und sich dann doch von der Wahrheit abwendet, dem wird es schlimmer ergehen als zuvor

In der Bibel in 2. Petrus 2 wird ausführlich beschrieben, wie Menschen enden, die einmal gerettet wurden und sich dann doch wieder ihrer alten Natur gewidmet haben.

Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, welche verderbliche Sekten nebeneinführen und durch Verleugnung des Herrn, der sie erkauft hat, ein schnelles Verderben über sich selbst bringen werden. Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Urteil über sie ist von alters her nicht müßig, und ihr Verderben schlummert nicht. (2. Petrus 2:1-3)

Solche [Menschen] sind Brunnen ohne Wasser, und Wolken, vom Sturmwind getrieben, welchen das Dunkel der Finsternis aufbehalten ist. Denn mit hochfahrenden, nichtigen Reden locken sie durch ausschweifende Fleischeslust diejenigen an sich, welche denen, die in der Irre gehen, kaum entflohen waren, dabei verheißen sie ihnen Freiheit, wo sie doch selbst Knechte des Verderbens sind; denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er geworden. (2. Petrus 2:17-19)

Laut der Bibel wird es solchen Menschen schlimmer ergehen als zuvor. Es steht sogar geschrieben, dass es für sie besser gewesen wäre, niemals erst von der Wahrheit erfahren zu haben. Am besten ließt man selbst das gesamte Kapitel 2. Petrus 2.

Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt werden und unterliegen, so wird es mit ihnen zuletzt ärger als zuerst. Denn es wäre für sie besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als dass sie nach erlangter Erkenntnis sich wieder abwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. Es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: „Der Hund frisst wieder, was er gespien hat, und die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot!“ (2. Petrus 2:20-22)

Auch Jesus selbst bestätigte im Johannes Evangelium diese Tatsache sehr eingehend, als er der Ehebrecherin Gnade erwies und sie anschließend darauf hinwies, nicht weiter zu sündigen. Auch dem Kranken am Teich von Bethesda, den Jesus wieder gesund gemacht hatte, sagte er, er solle hinfort nicht mehr sündigen, da es ihm sonst schlechter ergehen würde als zuvor.

Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr! (Johannes 8:11)

Darnach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe zu, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Ärgeres widerfahre. (Johannes 5:14)

Wer einmal gerettet wurde, ist ein Teil von Jesu Leib, solange er nicht wegen Fruchtlosigkeit abgetrennt wird

Wer aus Gott geboren wurde, wird Teil von Jesu Leib. Alle, die gerettet wurden, haben daran Anteil. Doch Paulus hat uns auch gewarnt, keine Hurenglieder daraus zu machen.

Wisset ihr nicht, dass eure Leiber Christi Glieder sind? Soll ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! (1. Korinther 6:15)

Denn gleichwie wir an einem Leibe viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Verrichtung haben, so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber untereinander Glieder. (Römer 12:4-5)

In der nachfolgenden Textstelle lehrte Jesus in einem Gleichnis, dass man die Glieder, die einen zur Sünde führen, abschlagen soll. Hiermit nahm er direkten Bezug auf die Gemeinde, die nach der biblischen Lehre in ihn hinein getauft werden und somit zu seinen Gliedern werden.

Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so hau sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, dass du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst. Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst. (Matthäus 18:8-9)

In einem anderen Gleichnis hat Jesus auch gesagt, dass er der Weinstock ist und wir die Reben sind. Und dass jede Rebe, die keine Frucht bringt, abgeschlagen und ins Feuer geworfen wird. Wer also den Geist Gottes empfängt und dennoch weiterhin bewusst sündigt, wird vom Weinstock wieder abgeschlagen. Somit ist es sehr wohl möglich das ewige Leben wieder zu verlieren. Oder zumindest die Hoffnung darauf.

Ich bin der rechte Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. Eine jeglich Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jegliche, die da Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. (Johannes 15:1-2)

Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und müssen brennen. (Johannes 15:6)

Einmal gerettet, immer gerettet? Schlusswort

Die Frage danach, ob man weiterhin gerettet ist, auch wenn man weiter in Sünde lebt, ist also ziemlich eindeutig in der Bibel geklärt. Es ist also wahrscheinlich, dass wenn jemand weiterhin nach dem Fleisch lebt, er erst gar nicht gerettet wurde. Sollte jemand aber den Geist Gottes empfangen und seine Macht geschmäht und trotzdem nach seiner alten Natur leben, so wird er aus biblischer Sicht von Gott dafür verurteilt werden. Die Schrift sagt, dass es besser gewesen wäre, wenn ein solcher Mensch die Wahrheit erst gar nicht erfahren hätte.

Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt werden und unterliegen, so wird es mit ihnen zuletzt ärger als zuerst. Denn es wäre für sie besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als dass sie nach erlangter Erkenntnis sich wieder abwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot. Es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: „Der Hund frisst wieder, was er gespien hat, und die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot!“ (2. Petrus 2:20-22)

Die These „Einmal gerettet, immer gerettet“ ist demnach unbiblisch und somit falsch. Ein Mensch kann sehr wohl das versprochene ewige Leben verlieren, wenn er nicht nach dem Willen Gottes wandelt. Denn am Ende muss jeder, der sich Nachfolger Jesus nennt, auch so wandeln wie er.

Wer da sagt, er bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. (1. Johannes 2:6)

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Hans Egger

ich wurde errettet,habe aber wieder gesündigt,
wie komme ich wieder zurück?

Berthold

Interessante Sichtweise. Und vor allem gut und gründlich mit der Bibel belegt.

Last edited 2 Tage zuvor by Jason Lauterbach