Aus Gott neugeboren werden – Hast du die Welt hinter dir gelassen?

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So gut wie jeder Christ behauptet von sich, dass er neugeboren sei. Jedoch ist es recht schwer, dies zu beweisen oder aber auch zu widerlegen. Denn wer vermag schon darüber zu urteilen außer Gott selbst? In der Bibel steht, dass wir von Wasser und Geist neugeboren werden müssen, um ins Königreich Gottes zu gelangen (vgl. Johannes 3:5). Aber was steckt tatsächlich hinter dem neugeboren werden? Wie wird man von Gott neugeboren und woran kann man einen solchen Menschen erkennen?

Eins dürfte auf jeden Fall klar sein: ein neuer Mensch wird man nicht einfach nur dadurch, dass man in ein Wasserbecken getaucht wird oder lediglich behauptet, dass man ein neuer Mensch wäre.

Die Bibel lehrt uns, wie man neugeboren wird

Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren. (1. Johannes 5:1)

Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; welche nicht aus dem Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. (Johannes 1:12-13)

Tut Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen. (Apostelgeschichte 2:38)

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! (Johannes 3:3)

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! (Johannes 3:5)

Neugeboren wird man also, wenn man an Jesus glaubt und sich auf seinen Namen taufen lässt zur Vergebung der Sünden. Das Problem ist allerdings, dass die wenigsten Menschen den Teil berücksichtigen, der danach kommt: nämlich der Teil, in dem man seine Identität als Kind Gottes ausreifen lässt und in Gottes Geist wächst. Für viele ist es mit der Taufe schon getan. Aber wer nach der Taufe immer noch das selbe weltliche Leben führt, der wurde niemals neugeboren. Und wer neugeboren wurde, der muss vom Geist der Wahrheit neugeboren werden. Man kann so oft in ein Taufbecken springen und dabei Jesus rufen wie man will. Aber wenn der Geist der Wahrheit nicht in einem wohnt und das Herz nicht nach dem Wasser schreit, das bis ins ewige Leben weiter sprudelt, so wird sich da gar nichts tun.

Da sprach der Herr: […] keiner der Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan, und die mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben, soll das Land sehen, das ich ihren Vätern geschworen habe; ja, keiner soll es sehen, der mich gelästert hat! Aber meinen Knecht Kaleb, in dem ein anderer Geist ist, und der mir völligen Gehorsam geleistet hat, den will ich in das Land bringen, in das er gegangen ist, und sein Same soll es erblich besitzen. (4. Mose 14:20-24)

Nach dem neugeboren werden, beginnt der Prozess des geistigen Wachsens

Neugeboren werden bedeutet aus Gott geboren zu werden. Man wird von Grund auf ein neuer Mensch und lässt sein altes Leben vollkommen hinter sich. Nicht nur der Charakter und die Ansichten verändern sich, sondern vorallem auch das Herz. Am Ende wird man nicht mehr der selbe Mensch sein. Ein neuer Mensch zu werden ist ein tief greifender, gewaltiger Prozess, der das ganzes Leben VON GRUND AUF verändert. Ich nenne diesen Vorgang bewusst Prozess, denn genau das ist er auch. Wenn man neugeboren wurde, ist man so gesehen noch ein Säugling im Geiste. Man ist gerade erst auf die Welt gekommen und kann weder sprechen, noch laufen. Gott muss all seinen neugeborenen Kindern noch vieles beibringen, damit sie wachsen und gedeihen können.

So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle Verleumdungen, und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, damit ihr durch sie zunehmet zum Heil. (1. Petrus 2:1-2)

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder. (Epheser 5:1)

Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! (2. Korinther 5:17)

Wer von Gott geboren wird, lässt sein altes Leben hinter sich

Wer Gott um ein neues Leben bittet, der muss begreifen, was das zu bedeuten hat. Nämlich, dass er nicht mehr in Sünde leben will, sondern ein neues Leben beginnen möchte. Hierfür muss man sein altes Leben, samt aller Sünden, vollkommen hinter sich lassen. Nicht nur alle schlechten Angewohnheiten und Charakterzüge müssen abgelegt werden, sondern alles, was einen in irgendeiner Weise davon abhalten könnte, ein neuer Mensch zu werden und Gott zu dienen.

[…] dass ihr, was den frühern Wandel betrifft, den alten Menschen ablegen sollt, der sich wegen der betrügerischen Lüste verderbte, dagegen euch im Geiste eures Gemüts erneuern lassen und den neuen Menschen anziehen sollt, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit. (Epheser 4:22-24)

In der Bibel finden sich viele Beispiele, wo Menschen ihr altes Leben völlig hinter sich gelassen haben und auf diese Weise vollkommen zu Gott finden konnten. An ihren Geschichten lassen sich viele Zusammenhänge erkennen. Zum Beispiel hat Gott viele seiner Kinder dazu aufgefordert hat, ihre Heimat zu verlassen und wo anders hin zu ziehen. So wie auch bei Abraham:

Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus von deinem Land und von deiner Verwandtschaft und von deines Vaters Haus in das Land, das ich dir zeigen will! (1. Mose 12:1)

Mit der eigenen Heimat blieben aber auch meistens Familie, Freunde und Bekannte zurück. Menschen, von denen man sich vielleicht gar nicht gerne trennen wollte. Aber auch Moses verließ seine Heimat und ging nach Midian (vgl. 2. Mose 2:15). Und auch er ließ seine Familie und Freunde zurück und begann ein neues Leben.

Bereit sein, alles für Gott aufzugeben

Tatsächlich ist es so, dass die meisten Menschen durch ihr Umfeld und ihre sozialen Kontakte zu dem Menschen werden, der sie sind. Also ist es auch nur logisch, dass sie dieses vertraute Umfeld verlassen sollten, wenn sie ein neuer Mensch werden wollen.

Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie reimt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern zusammen? Ihr aber seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht: „Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Darum, „Gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch aufnehmen“, und „ich will euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein“, spricht der allmächtige Herr. (2. Korinther 6:14-18)

Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmet nicht auf in euer Haus und grüßet ihn nicht! Denn wer ihn grüßt, macht sich teilhaftig seiner bösen Werke. (2. Johannes 1:10-11)

Auch Jesus hat seine Nachfolger dazu aufgerufen, alles, was sie hatten, zurück zulassen und ihm nachzufolgen. Er ließ seine Nachfolger nicht einmal Abschied von ihren Familien nehmen oder verstorbene Familienangehörge begraben:

Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen, zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Hause sind, Abschied zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist nicht geschickt zum Reiche Gottes! (Lukas 9:61-62)

Ein anderer unter seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben! Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach und laß die Toten ihre Toten begraben! (Matthäus 8:21-22)

Jesus hat selbst ganz klar und deutlich gesagt, dass er nicht gekommen ist, um Frieden auf Erden zu bringen, sondern um die Menschen zu entzweien und Familienmitglieder voneinander zu trennen. Die meisten heutigen Christen würden zwar sagen, dass das doch der Liebe widersprechen würde und fies sei, aber Jesus hat es uns doch selbst gelehrt. Wir alle müssen ein Verständnis dafür bekommen, was wahre Liebe ist.

Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. (Matthäus 10:34-37)

Wenn du Gott mit deinem ganzen Herzen folgen möchtest, deine Familie dich aber mit allen Mitteln daran hindern will, dann musst du womöglich von ihr fortgehen, damit du Gott in aller Ruhe dienen kannst und dich in keinster Weise von seinem Willen abbringen lässt. Deshalb hat Jesus gesagt, dass man Gott mehr lieben muss als seine Familie. Denn wer nicht bereit ist, alles für Gott aufzugeben, der ist seiner nicht wert.

Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Jesus sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.“ (Matthäus 22:36-37)

Das alte Ich muss aber nicht nur lediglich zurückgelassen werden, es muss gänzlich sterben, damit man ein neuer Mensch werden kann. Paulus sagt, dass unser altes Ich mit Jesus zusammen gekreuzigt wurde und Gott uns wieder auferstehen lässt mit neuem Leben, so wie er Jesus vom Tod auferstehen lassen hat:

Oder wisset ihr nicht, dass wir alle, die wir auf Jesus Christus getauft sind, auf seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf dass, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm verwachsen sind zur Ähnlichkeit seines Todes, so werden wir es auch zu der seiner Auferstehung sein, wissen wir doch, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist. (Römer 6:3-6)

Viel Zeit allein mit Gott verbringen

Viele Personen aus der Bibel haben viel Zeit allein verbracht, bevor sie in die Welt hinaus gingen, um Gottes Willen zu vollbringen. Moses war erst 40 Jahre in Midian, bevor Gott ihn nach Ägypten zum Pharao sandte, um sein Volk aus der Sklaverei zu befreien (Apostelgeschichte 7:29-30). Und auch viele der Propheten verbrachten viel Zeit allein, oft auch in der Wüste, bevor sie das Wort Gottes verkündigten. Johannes der Täufer lebte sogar regelrecht in der Wüste und predigte und taufte die Menschen auch dort (vgl. Markus 1:2-8).

Doch all diese Menschen waren tatsächlich gar nicht allein. Denn sie waren mit Gott. Und in all dieser Zeit wurden sie von Gott gelehrt und konnten so im Geiste wachsen und riesige Fortschritte machen. Auf diese Weise konnte Gott sie problemlos auf ihre kommenden Aufgaben vorbereiten und wappnen.

Sich von der Welt distanzieren

So gut wie jeder weiß, dass die Welt von Sünde befallen ist. Und solange man ein Teil dieser Welt ist, ist man auch ein Teil ihrer Sünde:

Gehet aus ihr heraus, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfanget! (Offenbarung 18:4)

Die Apostel Jakobus und Johannes haben zu Recht gesagt:

Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer der Welt Freund sein will, macht sich zum Feinde Gottes! (Jakobus 4:4)

Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe zum Vater nicht in ihm. (1. Johannes 2:15)

Es ist wirklich nicht schwer zu erkennen, dass die Menschheit verdorben ist und von Jahr zu Jahr schlechter wird. Wenn man ein etabliertes Mitglied der Gesellschaft ist und alles Schlechte in ihr toleriert oder sogar gutheißt, wie kann man dann denken, dass man von Gott wäre? Freundschaft mit dieser Welt bedeutet nun mal Feindschaft mit Gott. Das bedeutet jedoch nicht, dass man alle Ungläubigen bekriegen oder verachten sollte. Natürlich muss man den Menschen dennoch mit Liebe begegnen. Aber man muss stets daran denken, dass man kein Teil dieser Welt ist und nicht zu den Menschen, sondern zu Gott allein gehört.

Wir wissen, dass wir aus Gott sind und die ganze Welt im argen liegt. (1. Johannes 5:19)

Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene. (Römer 12:2)

Reine und makellose Frömmigkeit vor Gott dem Vater ist es, Waisen und Witwen in ihrer Trübsal zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu erhalten. (Jakobus 1:27)

Es ist wichtig, dass man eine enge Beziehung zu Gott aufbaut, wenn man ein neuer Mensch werden will. Denn nur Gott ist dazu in der Lage, uns zu einem neuen Menschen zu machen. Alle menschlichen Möglichkeiten richten nichts aus. Nur Gott selbst kann die Menschen verändern und sie zu sich führen. Man kann noch so ehrgeizig versuchen ein guter Mensch zu sein und nach Gottes Geboten zu leben. Wenn man Gott aber nicht um Hilfe bittet und vollkommen auf ihn vertraut, wird man wohl oder übel daran scheitern.

Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. (Johannes 6:63)

Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich; aber bei Gott ist alles möglich. (Matthäus 19:26)

Gottes Geist in sich aufnehmen und sich vollkommen von Ihm leiten lassen

Wer wahrhaftig von Gott neugeboren wurde, der hat den Geist Gottes ihn sich aufgenommen und wird von ihm geleitet und unterwiesen. Und dementsprechend sollte man dann auch handeln. Dies beinhaltet nicht nur die Einhaltung von Gottes Gebote, sondern auch alles, was Gott einem selbst mitteilt. Je mehr man sich mit Gott und seinem Wort beschäftigt, um so näher kommt man Ihm und um so besser weiß man, was Gott von einem möchte.

Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote! Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Beistand geben, dass er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; ihr aber kennet ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. (Johannes 14:15-17)

Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. (Johannes 16:13)

Nur wer sich tatsächlich von Gott leiten lässt und somit stets seinen Willen umsetzt, kommt auch in sein Königreich. So steht es geschrieben:

Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr“, wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter! (Matthäus 7:21-23)

Wenn jemand gerade dabei ist vom rechten Weg abzukommen, so wird Gott ihn ermahnen und ihn wieder auf den rechten Weg zurück bringen:

Deine Ohren werden hören das Wort, das hinter dir her also spricht: „Dies ist der Weg, denselben geht“, wenn ihr zur Rechten oder zur Linken abbiegen wollt. (Jesaja 30:21)

Prüfet aber alles. Das Gute behaltet, enthaltet euch des Bösen in jeglicher Gestalt! (1. Thessalonicher 5:21-22)

Nach und nach wird man feststellen, dass man die Welt mit völlig neuen Augen sieht. Nämlich mit Gottes Augen. Man wird sich wundern, wie man nur all die schlechten Dinge in der Welt übersehen konnte. Denn der Geist der Wahrheit macht alles offenbar und bringt wahrhaftiges Verständnis.

Wenn jemand bei Tage wandelt, so stößt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt. Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. (Johannes 11:9-10)

Mehr zum Thema Gott und wie sein Geist in uns wohnen kann, findest du hier: Die Widerlegung der Dreieinigkeit – Gott ist Geist

Wer neugeboren wurde, unterliegt nicht der Sünde

Aber woran erkennt man nun, ob ein Mensch neugeboren wurde oder nicht? Ganz einfach: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen (vgl. Matthäus 7:15-16). Daran, ob alles, was er tut, im völligen Einklang mit Gottes Willen ist oder nicht. Wer von Gott geleitet wird, der tut auch keine Sünde. Paulus sagt, dass wenn wir uns zu Jesus bekennen und neugeboren worden sind, wir der Sünde gestorben sind:

Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? (Römer 6:1-2)

Denn wenn wir mit ihm verwachsen sind zur Ähnlichkeit seines Todes, so werden wir es auch zu der seiner Auferstehung sein, wissen wir doch, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so dass wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde losgesprochen. (Römer 6:5-7)

Jesus sagt, dass jeder der sündigt ein Sklave der Sünde ist und nur die Wahrheit ihn frei machen kann:

Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht. (Johannes 8:34)

Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! (Johannes 8:31-32)

Wer also neugeboren wurde, ist nicht weiterhin ein Sklave der Sünde. Die Wahrheit hat ihn frei gemacht. Gottes Geist lebt nun in ihm und leitet ihn in aller Wahrheit. Er gehört nicht länger zu dieser Welt, sondern zu Gott allein. Für ihn stellt es kein Problem dar ohne Sünde zu leben.

Johannes beschreibt in seinen Briefen sehr deutlich und unmissverständlich, dass jemand, der aus Gott geboren ist, die Welt überwindet und nicht mehr der Sünde unterliegt:

Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5:4)

Wer in Gott bleibt, der sündigt nicht, sondern lebt im vollkommenen Einklang mit Gottes Willen. Johannes sagt sogar, dass an diesem Merkmal offenbar wird, wer zu Gott gehört und wer zum Teufel:

Ein jeder, der Sünde tut, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die Gesetzesübertretung. Und ihr wisset, dass er erschienen ist, um die Sünden wegzunehmen; und in ihm ist keine Sünde. Wer in Ihm bleibt, sündigt nicht; wer sündigt, hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

Kindlein, niemand verführe euch! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. Wer die Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

Keiner, der aus Gott geboren ist, tut Sünde; denn sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Wer nicht Gerechtigkeit übt, der ist nicht von Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. (1. Johannes 3:4-10)

Ihr aber, Geliebte, gedenket der Worte, die zum voraus von den Aposteln unsres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind, als sie euch sagten: „In den letzten Zeiten werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln.“ Das sind die, welche sich absondern, seelische Menschen, die den Geist nicht haben. (Judas 1:17-19)

Mehr zu diesem Thema findest du hier: Kommen Sünder in den Himmel? Ist es möglich ohne Sünde zu leben?

Schlusswort

Ich denke nach all diesen biblischen Tatsachen und Fakten kann jeder sehr gut selbst beurteilen, ob er tatsächlich neugeboren wurde und ein neuer Mensch geworden ist oder immer noch sein altes Leben führt. Die Bibel macht es uns unmissverständlich klar:

Wer in Ihm bleibt, sündigt nicht; wer sündigt, hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt. (1. Johannes 3:6)

Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass es keine pauschale Anleitung gibt, wie man zu Gott findet und wie man ein neuer Mensch wird. Denn bei jedem Menschen kann das sehr verschieden sein. Deshalb sollte jeder selbst auf Gott hören und genau das tun, was Er ihm sagt. Jeder sollte selbst am besten wissen, was Gott von ihm will und was nicht und dementsprechend handeln.

Anmerkung: Dieser Text dient in keiner Weise dazu andere Menschen zu verurteilen. Er soll lediglich auf die Wahrheit, wie sie in der Bibel geschrieben steht, hinweisen und sie näher erläutern. So kann jeder selbst über sich urteilen und herausfinden, inwiefern er den biblischen Lehren folgt oder auch nicht.

Außerdem enthält dieser Text absichtlich kaum Informationen zur Taufe. Das Thema Taufe wird in einem eigenen Text abgehandelt.

Verfolgen Jason Lauterbach:

Ich habe diese Seite erstellt, um Menschen zu helfen, Gott in ihr Leben mit einzubinden. Gott hat mich angehalten, Menschen zu Ihm zu führen und ihnen zu helfen, eine beständige Beziehung zu Ihm aufzubauen.

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